Die Entwicklungsgeschichte von RECOS 14, heute PROSOZ 14plus

In diesem Abschnitt habe ich versucht an Hand von Aktenvermerken, Verträgen und sonstigen Quellen die Entwicklung des erfolgreichsten Programms der Jugendhilfe zu schildern. Sollten mir hierbei Fehler unterlaufen sein, sei es, dass Datumsangaben oder andere Tatsachen abweichen, bitte ich um Nachsicht. Ich bin dankbar für jeden Hinweis, der diese Geschichte der Wirklichkeit noch näher bringt.


Bereits im Jahre 1983 wird im Jugendamt der Stadt Ingolstadt eine EDV-Anlage eingesetzt. Mit dieser Anlage werden die Textverarbeitung und die Berechnungen erledigt. Als Textverarbeitungsprogramm wird HIT, eine deutsche Entwicklung, eingesetzt. Das Tabellenkalkulationsprogramm heißt Multiplan. Für die nächsten Jahre wird damit eine Arbeitserleichterung geschaffen.

Altes Rathaus Ingolstadt

Altes Rathaus Ingolstadt


1986

Das Jugendamt in Ingolstadt erstickt in Arbeit. Neue Planstellen sind nicht in Sicht. Egon Herzog, der zu dieser Zeit für die Betreuung in der EDV-Anlage verantwortlich ist, erhält den Auftrag, nach einer Software für das Jugendamt zu suchen.

In ganz Deutschland ist jedoch kein geeignetes Programm zu finden.

So erteilt das Stadtjugendamt in Ingolstadt einem ortsansässigen Softwareanbieter den Auftrag, ein Programm zu schreiben. Diese COBOL-Programmierung wird dann Anfang 1987 in der Mündelbuchhaltung und der Zahlbarmachung von Fremdunterbringungsabrechnungen eingesetzt. Diese kleine Lösung, ohne Datenbank im Hintergrund, bringt aber nicht die große, erwartete Arbeitserleichterung.

 

1988

Dank der Aufgeschlossenheit des Oberbürgermeisters und der des Stadtrates, wird im Frühjahr 1988 grünes Licht für die Entwicklung einer neuen, umfangreichen Jugendamtssoftware gegeben. Den Zuschlag erhält das Münchner Software-Haus Dr. Richtmann + Eder. Der Grund dafür ist das Programm RECOS 13, das eigens für die Sozialgerichte in Deutschland programmiert wurde. Dieses Programm war in 4gl geschrieben und hatte eine relationale Datenbank im Hintergrund. Es beginnt eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Stadtjugendamt Ingolstadt und den Entwicklern in München. In Ingolstadt zeichnen Egon Herzog und Erich Wild für das Projekt verantwortlich. Die Projektleitung in München liegt in den Händen von Herrn Knut.

21. September 1989

Es ist so weit. Herr Knut, der damalige Entwicklungsleiter der Firma Dr. Richtmann + Eder GmbH installiert eine Software für Jugendämter auf der MX 500, einer Siemens UNIX-Maschine des Jugendamtes in Ingolstadt. Die Dateneingabe beginnt sofort.

27. September 1989

Die Presse berichtet:


Zeitungsbericht Ingolstadt

Viele Großstädte beneiden Jugendamt um EDV-Anlage..... ...

Neue Maßstäbe setzt das Jugendamt in Sachen Computertechnik....... auf der Hannover-Messe stellen die Ingolstädter ihr neues Programm vor...... Erarbeitet haben die Schanzer Egon Herzog und Erich Wild das Programm mit dem langjährigen Partner, dem bundesweit tätigem EDV-Unternehmen Dr. Richtmann + Eder in München.

„Bereits jetzt haben Großstädte wie München, Berlin oder sogar Wien Interesse gezeigt" verrät Jugendamtsleiter Dieter Werner stolz.

Auch Arbeitsplätze sind nach Ansicht des Jugendamtsleiters nicht wegrationalisiert worden. "Wir sparen uns insgesamt zwei Verwaltungskräfte ein“, berichtet er. Deswegen sei jedoch niemandem gekündigt, sondern der Personalstand in diesem Bereich einfach nicht mehr aufgestockt worden.

Der Stadtrat hat sich von den Vorzügen des Programmes überzeugt und bereits jetzt den Ausbau der EDV-Anlage von derzeit 18 auf 24 Arbeitsplätzen genehmigt


November 1989

Durch die Presseberichte erfahren mehrere Jugendämter von unserem Programm. Unter anderem lassen sich die Leiter der 7 Hamburger Bezirksjugendämter das Programm in Ingolstadt vorführen.

Januar 1990

Egon Herzog und Erich Wild werden von der Konrad Adenauer Stiftung zur CeBIT nach Hannover eingeladen. Diese Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Computerprogramme für die öffentliche Verwaltung zu suchen und vorzustellen. Bisher hat das Programm noch keinen Namen. Wie soll das Programm heißen und welches Logo soll verwendet werden?

März 1990

Die Entscheidungen sind gemeinsam getroffen. Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung präsentiert die Stadt Ingolstadt mit Ihrem Partner Dr. Richtmann + Eder das Produkt


RECOS 14, Die EDV-Lösung für Jugendämter


auf der Welt größten Computermesse, der CeBIT.


Der Name RECOS 14 entsteht aus der Tradition des Hauses Dr. Richtmann und Eder. Er besteht aus den Anfangsbuchstaben des Begriffes Dr. Richtmann + Eder COmputer Systeme. Da das Jugendamtsprogramm nach der Software RECOS 13 das 14. Programm der Firma war, wurde die 14 angehängt. Der Zusatz "Die EDV-Lösung für Jugendämter" soll deutlich machen, um welche Software es sich handelt.

Das Logo ist eine Collage aus verschiedenen Logos, die uns von einer Werbeagentur zur Verfügung gestellt werden. Heute sieht man dieses Logo häufig als Zeichen für den Sammelpunkt auf Schiffen.

Auf der CeBIT sind die 250 RECOS 14-Prospekte bereits nach den ersten 2 Tagen vergriffen und über 300 Kontakte geknüpft worden.

Herr Bauer, der damalige Vertriebsleiter aus München meinte, dass er einen solchen Ansturm bisher auf keiner Messe, mit keinem Produkt erlebt hat. Er reagiert sofort. Bis Montag werden weitere 300 Prospekte nachgedruckt. Ein zusätzlicher Vertriebsmann und der Entwicklungsleiter, Herr Knut werden eingeflogen. Erich Wild und Egon Herzog, die das Programm präsentieren, bekommen eine Tüte Lutschtabletten.

Ergebnis des Messebesuches - Deutschland hat von dem Produkt RECOS 14 Kenntnis genommen. In der Zeit nach der Messe laufen die Vertriebsdrähte heiß. Aber auch die Programmierer haben Hochbetrieb, denn sie müssen die neuen Ideen möglichst schnell umsetzen.

Man sagt, oder besser Erich Wild sagt damals, Herr Herzog hätte Programmteile versprochen, an denen die Programmierer noch in 10 Jahre arbeiten werden - wir sehen heute, er hatte Recht. Das Programm lebt und auch heute wird ständig an Erweiterungen gearbeitet. Auch der Gesetzgeber sorgt dafür, dass den Entwicklern nie die Arbeit ausgeht.

im Oktober 1990

Nun wird das Programm auch auf der OrgaTech, der Computermesse in Köln, vorgestellt.

Nach den Messekontakten kommen viele Kolleginnen und Kollegen nach Ingolstadt, um sich das Programm im Einsatz zeigen zu lassen. Darunter die Kolleginnen und Kollegen aus

• München
• Mannheim
• Hof
• Memmingen
• Pinnberg
• Pforzheim
• Starnberg
• Stuttgart
• Weilheim-Schongau
• Weiden
• Fürth.

Aus Mainz reist Gunther Korrell, der jetzige Leiter des Vertriebs im Produktbereich Jugend bei der Firma PROSOZ, mit seinen Kollegen nach Ingolstadt.

Zu diesem Zeitpunkt sind im Programm enthalten

         die Stammdatenverwaltung für alle am Fall Beteiligten,

         die Buchhaltung für die Amtspflegschaft/Amtsvormundschaft, Unterhaltsvorschuss, Wirtschaftliche Jugendhilfe, Eingliederungshilfe nach BSHG und das Haushaltsstellenprogramm,

         die Kostenbeitrags- und Unterhaltsrückstandsberechnung,

         das Informationsprogramm für Heime und Gesetzesgrundlagen,

         Umfangreiche List- und Statistikprogramme

Für alle Programmmodule stehen Hilfstabellen für die Erfassung und Zuordnung von Postleitzahlen, Bankverbindungen, Haushaltsstellen in Verbindung mit den Hilfearten zur Verfügung. Das ist besonders wegen des neu eingeführten SGB VIII wichtig.

Die Anbindung des Textsystems erleichtert Massenschreiben bei Unterhaltserhöhungen. Auch bei den als Serienbrief verfassten Informationsschreiben an die Eltern oder Pflegeeltern gibt es Erleichterungen.


Noch im gleichen Jahr erwerben die Jugendämter

• Weilheim-Schongau und
• Fürstenfeldbruck

das Programm.

Anfang 1991

beginnen auch die Jugendämter

• Manheim und
• Wuppertal

Alle Ämter beteiligen sich sofort an der Weiterentwicklung des Programmes. Diese ruht nun nicht mehr alleine auf den Schultern der Ingolstädter Kolleginnen und Kollegen.


Juni 1991

Der Amtsvormund, die Monatsschrift des Deutschen Instituts für Vormundschaftswesen e.V., nimmt sich in einem langen Artikel RECOS 14 an. Da diese Zeitschrift in jedem Jugendamt zur Pflichtlektüre zählt, hat nun zumindest jeder Amtspfleger von RECOS 14 gehört.

Vom Stadtjugendamt Ingolstadt können die Präsentationen nicht mehr alleine durchgeführt werden. Erich Wild zieht sich aus diesem Bereich zurück und die Vorführungen werden auf ein Minimum zurückgeführt. Zwischen der Stadt Ingolstadt und der Firma Dr. Richtmann + Eder wird ein Abkommen geschlossen. Herr Herzog erhält ein Zeitkontingent, über das die Firma verfügen kann. Im Gegenzug erhält die Stadt Ingolstadt alle neu entwickelten Programmteile kostenlos. Die Lizenzen werden kostenlos auf eine unbegrenzte Zahl von Arbeitsplätzen erhöht.

Die Schulungen und Präsentationen nehmen immer mehr Zeit in Anspruch. In München wird das RECOS 14-Team erweitert und Kollegen ausgebildet.

Am 01.06.1991 wird von Ulrike Herzog die Herzog-EDV-Beratung gegründet.

Die Firma Dr. Richtmann und Eder ist an einer Partnerschaft interessiert. Beide Firmen schließen einen Vertrag, der die partnerschaftliche Zusammenarbeit regelt. Damit ist auch Egon Herzog, im Rahmen seiner Nebentätigkeit, stärker in die Firma eingebunden.


Am 15.01.1992

findet das erste offizielle RECOS 14 Anwendertreffen in München statt.

Mit dem Einsatz des Programms wachsen die Wünsche, noch mehr Arbeitsabläufe zu automatisieren. Dies betrifft in der damaligen Zeit besonders die Buchhaltung.


Februar 1992

Man höre und staune! Ein Pflichtenheft für die Jugendgerichtshilfe wird in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Fürstenfeldbruck erarbeitet. Federführend hierbei sind Dietmar König in Fürstenfeldbruck und Horst Andersch in Ingolstadt.

März 1992

Auch der ASD in Ingolstadt wird aktiv. Mit den Kolleginnen und Kollegen, Frau Plötz, Herrn Wild, Herrn Michaelis und Herrn Herzog wird das Pflichtenheft für ein Pflegeelternprogramm verabschiedet.

Leider entscheidet der eben erwähnte, neu gegründete RECOS 14 Arbeitskreis, dass andere, für die Verwaltung wichtige Programmteile zuerst programmiert werden sollen.

07.05. 1992

RECOS 14 geht in den Osten. In der neu gegründeten Geschäftsstelle der Fa. Dr. Richtmann und Eder in Leipzig findet eine Großveranstaltung statt. Dort werden mehr als 20 Verwaltungen begrüßt. Darunter die Städte

• Berlin,
• Dresden,
• Brandenburg
• Chemnitz
• Leipzig
• Zwickau
• Plauen

und die Landkreise

• Eisleben,
• Hettstett,
• Leipzig,
• Oschersleben
• Torgau-Oschatz und
• Wansleben.

Aschersleben, Hettstett, Wansleben und Torgau-Oschatz entscheiden sich sofort für unsere Software.


Im November 1992

erscheint in der Zeitschrift Verwaltungsorganisation ein weiterer Artikel über den Einsatz von RECOS 14. Auf 2 Seiten werden die Vorzüge des Programms detailliert herausgestellt.

Zeitungsbericht 1992 


Von Okt. 1992 bis Dez. 1993

wird RECOS 14 unter anderem von den Städten

• Bamberg
• Frankental
• Fürth und
• Ludwigshafen

und den Kreisen

• Coburg und
• Schwandorf

gekauft und eingesetzt.

Ende 1993

gelingt es, die Kindertagesstättenverwaltung des Jugendamtes Dresden mit RECOS 14 auszurüsten.

April 1995

Der 1. offizielle RECOS 14 – Landesarbeitskreis wird in Baden-Württemberg von Jürgen Link gegründet. Die Landesarbeitskreise NRW und Bayern folgen auf den Fuß.

Juni 1995

Die Mitarbeit an der Programmentwicklung der Kolleginnen und Kollegen aus Wuppertal konzentriert sich, auf die in NRW notwendige Kindertagesstättensollstellungsverwaltung.

Diese kann am 14. Juni 1995 ausgeliefert werden. Für Wuppertal und damit für NRW wird ein Programm fertig gestellt, das tausende Bescheide berechnet und automatisch an die Eltern versendet. Hierbei bewährt sich besonders der Einsatz der Textschnittstelle und des Textsystems HIT (ein Produkt der Fa. INTERFACE aus München).

In dieser Zeit verstärkt das Haus Dr. Richtmann + Eder auch den Vertrieb in NRW. RECOS 14 tritt seinen Siegeszug in der Heimat des Mitbewerbers und heutigen Eigentümers PROSOZ an. Dank einer großen Präsentation im Jugendamt Wuppertal setzen nun auch die Verwaltungen

• Gütersloh Stadt und Landkreis,
• Kreis Coesfeld,
• Warendorf und die
• Stadt Ratingen

das Programm ein. Die Stadt Gelsenkirchen entscheidet sich ebenfalls für RECOS 14 und erteilt den Auftrag für die Programmierung des Budgetmanagements mit Leistungsabrechnung.

Die Städte

• Bonn
• Bottrop
• Duisburg
• Hattingen
• Köln
• Oberhausen und
• Witten

zeigen bereits damals Interesse.

In Niedersachsen können in diesem Jahr die Verwaltungen Göttingen und Northeim hinzugewonnen werden.

In Hessen sorgt ein Abschluss mit dem kommunalen Gebietsrechenzentrum Kassel (KGRZ Kassel) für weitere RECOS 14 Kunden.

Im Osten Deutschlands werden die Städte

• Brandenburg,
• Plauen
• Hoyerswerda und die Kreise
• Quedlinburg und
• Stendal

in die RECOS 14 – Familie aufgenommen.

Die Landeshauptstadt Dresden entscheidet sich auch in den Sachgebieten

• Beistandschaften
• UVG, und
• WiHi

RECOS 14 einzusetzen und ist damit einer der größten Lizenznehmer.

November 1995

Das RECOS 14 – Team wird vom ISA-Institut, damals einem Ableger der UNI Münster, zu Gesprächen eingeladen.

Themen sind die Anbindung der Sozialdienste und spezielle Auswertungsprogramme für die Jugendhilfeplanung. Egon Herzog nimmt stellvertretend für das Team an allen Sitzungen teil. Obwohl der dort vorgestellte Geschäftsbericht viel versprechend aussieht, beschließt das Team die eigenständige Entwicklung eines neuen Programmteils für die sozialen Dienste im Jugendamt.

Am 01.12.1995

wird der Bundesarbeitskreis RECOS 14 gegründet. Gründungsmitglieder waren die Vertreter von (ich hoffe ich habe niemanden vergessen):

• Landeshauptstadt Dresden
• Stadt Bamberg
• Stadt Bielefeld
• Stadt Bonn
• Stadt Brandenburg
• Stadt Fürth
• Stadt Gelsenkirchen
• Stadt Ludwigshafen
• Stadt Wuppertal
• LAK Bayern
• LAK Baden-Württemberg
• LAK NRW
• KGRZ-Kassel
• KDSW Hameln
• Kreis Weilheim-Schongau
• Kreis Fürstenfeldbruck

BAK

Gleichzeitig wird an diesem Tag das Programmmodul für die Berechnungen vorgestellt!

Februar 1996

Die Titelverwaltung mit automatischer Rückstandsberechnung und Übernahme der Daten in die Buchhaltung wird fertig und im März auf der CeBIT als Highlight vorgestellt.

Die Datenzentrale KDSW Hameln kauft das Programm für die Jugendämter

• Landkreis Schaumburg,
• Landkreis Diepholz,
• Landkreis Nienburg und
• Landkreis Hameln/Pyrmont.

Mitte 1996

Die Jugendämter fordern massiv Programmmodule für den ASD. Es wird beschlossen, für dieses Thema einen eigenen Arbeitskreis zu gründen.

Die damalige Bundeshauptstadt Bonn kauft RECOS 14 für das gesamte Jugendamt.

In der Zwischenzeit hat sich die grafische Oberfläche des bestehenden Programms durchgesetzt. Mit Hilfe eines weiteren Produkts aus Frankreich, Kurzname 4js, kann RECOS 14 auf PCs mit der Maus bedient werden.

Wir können von der 2. Generation des Programms RECOS 14 sprechen.

Erstmals fällt der Name WINDOWS-NT auf Besprechungen innerhalb der Firma. Die Spezialisten in München erhalten den Auftrag, zu prüfen ob RECOS 14 auf NT-Rechnern einsetzbar ist. Allen ist klar, dass RECOS 14 so schnell als möglich auch für NT-Kunden verfügbar sein muss, um den Vorsprung gegenüber dem Mitbewerb halten zu können.

Ende 1996 ist es geschafft.

Augsburg ist der erste Kunde, der die RECOS 14 – Lösung als Pilotkunde für eine NT-Plattform kauft.

Gleichzeitig ist Augsburg das 100. Jugendamt, das RECOS 14 erwirbt (nur im Einsatz sind die Memminger etwas schneller).

Rathaus Augsburg

 

Anfang 1997

Das Saarland wird erobert. Diesmal friedlich, nicht mit Waffen, sondern mit einer EDV-Lösung für Jugendämter, die entwaffnend ist. Die Kämmerer von Homburg und Merzig-Wadern leisten keine Gegenwehr.

Beide Verwaltungen kaufen beinahe gleichzeitig RECOS 14. Mainz-Bingen und Bad Kreuznach setzen ebenfalls auf WINDOWS-NT und RECOS 14.


März 1997

Der längst überfällige Landesarbeitskreis Hessen/Thüringen wird gegründet. Erster und zugleich am längsten amtierender Vorsitzender ist Uwe Weidner, der jetzige Sprecher des BAK und einer unserer qualifizierten Dozenten.

 


Juni 1997

das Programm Budgetmanagement und Leistungsabrechnung wird an die Stadt Gelsenkirchen, die zwischenzeitlich die Stammdaten eingegeben hat, ausgeliefert. Eines der mächtigsten Module für die Planung im Jugendamt ist damit fertig gestellt.

18.11.1997

Erstes Treffen des neuen Arbeitskreises für den ASD in München. Alte Anforderungen (Pflegekinderdienst und Jugendgerichtshilfe) werden mit neuen Wünschen vorgetragen.

Ende 1997

Das neue Kindesunterhaltsgesetz wirft seine Schatten voraus. Änderungen im Programm sind dank der Flexibilität noch nicht erforderlich.


Am 05. Dezember 1997 wird auf einer Sitzung in München mitgeteilt, dass die WINDOWS-NT-Pilotphase erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Freigabe des Programms wird bis Ende Dezember erfolgen.

Das bedeutet, dass alle, die nicht auf den Zug aufgesprungen waren, nun den vollen Preis zahlen. Das Entwicklungsteam wird, wie auch der Support, noch einmal verstärkt.


Anfang 1998

Die Programme Mahnwesen, Jugendhilfestatistik und das automatische Verteilen von Beträgen (für die Beistandschaft) werden ausgeliefert.


Für das Ermitteln von Beträgen wird ein neues Rundungs- und Berechnungsschema programmiert. Die ersten NT-Kunden werden erfolgreich bedient.

Immer mehr Rechenzentren bieten ihren Kunden RECOS 14 als Lösung für Jugendämter an. Besonders zu erwähnen ist ein Abschluss mit dem Kommunalen Gebietsrechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe, dass fast 150 Arbeitsplätze in verschiedenen Jugendämtern versorgt.

Mitte 1998

Es werden fast ausschließlich NT-Programme verkauft. Altkunden beginnen mit der Umstellung.

Intern wird RECOS 14 auf die 2000-Fähigkeit geprüft. Alle Datumsfelder sind seither 4-stellig. Es stellt sich heraus, dass RECOS 14 und die Datenbank INFORMIX keine Probleme mit der Jahrtausendwende haben. Lediglich das Betriebssystem WINDOWS-NT ist noch nicht soweit. Von Microsoft erfahren wir, dass es bald ein Update geben wird.

Einen besonderen Grund zur Freude hat das RECOS 14 – Team, als sich auch die Stadt Frankfurt am Main für den Erwerb des Programms entscheidet.

2 Jahre testeten die Frankfurter und nahmen auch Programme des Mitbewerbs gründlich unter die Lupe. Die Entscheidung für RECOS 14 beweist, dass das ursprünglich aus Ingolstadt stammende Programm die richtige Wahl ist.


Februar 1999

Neue Gesetze zwingen uns, die Titelverwaltung zu ändern. Die Titelverwaltung wird nach Vorgaben des Bundesarbeitskreises geändert und 3 Monate später an die Kunden ausgeliefert. Nun können statische Titel (altes Recht), dynamische Titel (neues Recht) und Festbetragstitel beliebig erfasst werden.

RECOS 14 hat wieder einmal die Nase vorn!


März 1999

Auf der CeBIT in Hannover werden erste funktionelle Masken für den ASD gezeigt. Die neue Programmiertechnik unter Delphi findet großen Zuspruch.

Das Programm kann nun in den Stammdaten beliebige Beteiligte aufnehmen und so vereinfacht Familienstrukturen darstellen. Wir sind nicht mehr an die festen Eingabemasken für den Hilfeempfänger, die Mutter, den Vater und Dritte gebunden. Mit der Rollenverteilung (heute Beteiligtenart) kann die Freundin des Vaters oder auch der mitteilende Lehrer in den Vorgang eingebunden werden. RECOS 14plus ist geboren!


04.-06.Mai 1999

Das RECOS 14 – Team wird zur 5. Gesamtbayerischen Jugendamtsleitertagung in Bad Kissingen eingeladen.

Das Hauptthema ist der Entwurf eines allgemeinen Pflichtenheftes für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik (IuK-Technik) in der Jugendhilfe. Als wir diesen Entwurf vom 23.04.99 lesen, glauben wir die Informationsschrift von RECOS 14plus in Händen zu halten. Der Großteil der darin enthaltenen Forderungen ist in RECOS 14plus bereits erfüllt.

Dementsprechend groß ist auch der Zulauf bei unseren Präsentationen und der damit verbundene Erfolg auf Veranstaltungen des Landesjugendamtes Bayern. Um dem Ansturm gerecht zu werden, muss kurzer Hand vor dem Präsentationsraum ein zweiter Informationsstand aufgebaut werden. Das Echo nach der Veranstaltung ist überwältigend.

Mitte 1999

Von erstmals einem Entwickler 1988 bis zum 10-jährigen Bestehen hat die Firma Dr. Richtmann + Eder das RECOS 14plus-Team auf

5 Programmierer,
5 Supportleute,
3 Vertriebsleute und
2 Systemtechniker verstärkt.

Bei der Herzog EDV-Beratung sind zwischenzeitlich 6 freie Mitarbeiter tätig

Im Jahr 2000 beginnt mit und bei der Stadt Augsburg das Zeitalter von RECOS 14plus, dem heutigen PROSOZ 14plus im produktiven Einsatz.

 

Egon Herzog, 2001