Fachthemen

Zuschüsse zur Altersvorsorge, Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung

Meldepflicht nach der Altersvorsorgedurchführungsverordnung (AltvDV)

Die von Behörden nach § 10 Absatz 1 Nr. 2, 3 und 3a Einkommensteuergesetz gezahlten Zuschüsse sind der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu melden. Details regelt die Altersvorsorgedurchführungsverordnung (AltvDV).

Spätestens zum 28.02.2017 sind von den Jugendämtern für das steuerliche Veranlagungsjahr 2016 Daten über steuerfreie Versicherungsbeiträge und -zuschüsse an Pflegepersonen elektronisch zu melden. Dazu gehören Altersvorsorgebeträge, Unfallversicherungsbeträge, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.

Wie das Bundesministerium der Finanzen im Juli 2017 schriftlich bestätigt hat, gehören Zuschüsse zur so genannten "Riester-Rente" (§ 10 Abs. 4b Satz 4-6 EStG) nicht zu den meldepflichtigen Zuschüssen. Details hierzu siehe unten.

Zahlreiche Informationen zum Thema AltvDV sind in den LAK-Protokollen der letzten Sitzungen enthalten, diese sind im LAK-Dokumentarchiv verfügbar. Außerdem hat PROSOZ über diverse Newsletter und in den Arbeitskreisen zu dem Thema informiert. Nachfolgend stehen einige zusätzliche Informationen und Hilfen zur Verfügung.

 

Geleistete Zahlungen nach Hilfeart und doppischen Merkmalen

Eine Auswertung der erfolgten Zahlungen kann mit der nachstehend verfügbaren MIS-Auswertung vorgenommen werden. Sie gibt alle Zahlungen (getrennt nach Zahlungstyp) und Empfänger mit seiner Steuer-ID aus. Die Zahlungen werden nach Sachkonto, Hilfeart und allen vier doppischen Kriterien (in der Originalbezeichnung) zusammengefasst.

Diese Liste dient dem internen Überblick, sie ersetzt nicht die zu erstellende Meldung nach der AltvDV!

Über die MIS-Eigenschaften (Rechtsklick auf den MIS-Menüeintrag) lassen sich einige Filter setzen. Tragen Sie diese ein (z.B. Haushaltsjahr und Hilfeart), bevor Sie die Auswertung starten, sonst werden alle Buchungen in Ihrer Datenbank ausgegeben, was ggf. sehr lange Zeit dauert.

Altersvorsorgedurchführungsverordnung (altvdv) für MS SQL Server

Altersvorsorgedurchführungsverordnung (altvdv) für ORACLE

 

Zuschüsse zur "Riester"-Altersvorsorgeverträgen

Bekommen Pflegepersonen Zuschüsse zur Altersvorsorge und werden diese über eine Hilfeart gezahlt, die als "AltvDV-relevant" gekennzeichnet war, gilt es, bei diesen Zahlungen zwischen Zuschüssen zu Riester-Verträgen und Nicht-Riester-Verträgen zu unterscheiden - auch rückwirkend für bereits erfolgte Zahlungen. An die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) sind ausschließlich Zuschüsse zu Nicht-Riester-Verträgen zu melden, siehe Schreiben des Bundesfinanzministeriums.

Es wird empfohlen, für beide Arten von Zuschüssen zur Altersvorsorge getrennte Hilfearten oder getrennte doppische Kriterien einzurichten und nur die meldepflichtigen Zuschüsse als "AltvDV-relevant" zu kennzeichnen. Sofern eine solche Unterscheidung bislang nicht vorgenommen wurde, sollte sie zumindest für die Zukunft eingerichtet werden und die Buchhaltungs- bzw. Budgetstammdaten in PROSOZ 14plus entsprechend angepasst werden.

Bereits gezahlte und in den Meldungen an die ZfA enthaltene Zuschüsse zu Riester-Verträgen können aus der Meldung nachträglich wieder herausgenommen werden: Mit der PROSOZ 14plus-Version 2017.5.0, die voraussichtlich Mitte Januar 2018 ausgeliefert wird, kann über das enthaltene Meldemodul eine Stornierung einzelner Meldesätze erfolgen. Für den Einsatz des Meldemoduls ist der Erwerb zusätzlicher Lizenzen erforderlich, bitte wenden Sie sich an Ihren Prosoz-Vertriebsmitarbeiter.

Kunden, die ihre Meldungen manuell in das Webportal der ZfA eingetragen haben, müssen Meldungen zu Riester-Zuschüssen auch manuell wieder stornieren.

Um herauszufinden, welche Zuschüsse / Fälle betroffen sind, kann die oben angebotene MIS-Auswertung verwendet werden. Setzen Sie über die MIS-Eigenschaften den Filter auf die Hilfeart, über die Zuschüsse zur Altersvorsorge gezahlt wurden. Die aufgelisteten Fälle müssen dann einzeln auf die Frage "Riester oder Nicht-Riester" in den Unterlagen geprüft werden.

 

Bitte beachten Sie beim Import von MIS-Auswertungen die Hinweise und Grundsätze für die Nutzung.

 

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